Archiv für August 2007

Neues vom Hitler (7): Hitler macht in Neuseeland Werbung für Pizza

Etwas schrägen Sinn für Humor haben offensichtlich die Werber der neuseeländischen Pizza-Kette „Hell Pizza“:

Eine australische Werbefirma hat eine Plakatkampagne für Pizza zurückgezogen, die den deutschen Diktator Adolf Hitler mit einer Pizza in der zum Hitlergruß ausgestreckten Hand zeigte. In vier neuseeländischen Städten hatte die Firma „Hell Pizza“ (Höllenpizza) mit dem Konterfei des Mannes geworben, der als Auslöser des Zweiten Weltkriegs und Urheber des Völkermordes an Millionen Juden in die Geschichte einging.

Das Bild war mit einem angeblichen Zitat Hitlers unterschrieben: „Man kann Leute glauben machen, der Himmel sei die Hölle“, stand unter der Höllen-Pizza-Werbung.

„Wir hatten gedacht, die Leute könnten die komische Seite an einem Typen sehen, der ’Sieg Heil!’ mit einer Pizza in der Hand macht“, verteidigte Werbemann Kirk MacGibbon von der Cinderella-Agentur seine Idee am Freitag. „Aber über einige Dinge können wir wohl immer noch nicht lachen“, fügte MacGibbon hinzu. [Süddeutsche Zeitung]

Nach Protesten der Jüdischen Gemeinde gilt es jetzt aber zu vermelden: „Hell Pizza gives Hitler the boot„!

Neues vom Hitler (6): „Hitler stand auf jüdische Musik“

Wer hätte das gedacht!? Hitler hat auch Musik gehört, die von jüdischen Musikern eingespielt wurde. Dies hat jüngst die Netzzeitung herausgefunden:

Adolf Hitler, dessen Sammlung von Schellack-Platten im Nachlass des Militärgeheimdienstlers Lew Besymenski aufgetaucht ist, hatte eine geheime Schwäche für russische klassische Musik. Medienberichten zufolge hatte Hitler ein Faible für Werke von Peter Tschaikowsky, Alexander Borodin und Sergej Rachmaninow.
Auch Werke mit dem Stargeiger Bronislaw Huberman – einem polnischen Juden – als Solisten, fanden sich den Berichten nach in der Plattensammlung, die der Aufklärungsoffizier der Ersten Weißrussischen Front, Hauptmann Besymenski, vor 62 Jahren in der Berliner Reichskanzlei entdeckte und mit nach Hause mitnahm. Ebenfalls in der Kiste: Einspielungen des jüdischen Pianisten Artur Schnabel, dessen Mutter von den Nationalsozialisten umgebracht wurden. Hitler hetzte in seinem Machwerk «Mein Kampf», das jüdische Volk habe keine eigene Kunst, Architektur und Musik hervorgebracht. […]
Nun liegt es an seiner Tochter Alexandra, was mit Hitlers Plattensammlung geschehen soll. «Mein Vater muss gestaunt haben, dass Hitler die Kunst von Juden und Russen genoss, während er selbst Millionen von ihnen vernichten ließ», sagte Alexandra Besymenskaja dem Magazin. Was sie mit den Platten anstelle, werde sie sich in aller Ruhe überlegen, fügte sie hinzu – vielleicht, «wenn man beim Wein sitzt».

Wir sind schon ganz gespannt auf die vielen weiteren Enthüllungen den „Führer“ betreffend…

Antideutsche, der FC Bayern und die fabelhafte Welt des Fußballs

Lysis weisst pünktlich zum Start der neuen Bundesliga-Saison auf ein interessantes Phänomen hin: Antideutsche und ihr eigenartiger Blick auf die Welt des Fußballs.

So gibt es unter den (anti)deutschen Schreiberlingen sogar einige selbsterklärte Spezialisten für das Spannungsfeld zwischen Politik, Fußball im allgemeinen und dem FCB im besonderen. Ohne mir den ganzen Quark wirklich zu gemüte geführt zu haben, traue ich es mir doch zu, einige steile Thesen zu formulieren, die Feuerherdt und co. sicher unterstreichen würden:

1. Kritik am FC Bayern ist strukturell antisemitisch

2. Ein „Arbeiterclub“ hat einen antisemitischen, völkischen Wesenskern

3. Zwischen dem gemeinen St. Pauli-Anhänger, den Toten Hosen und dem Durchschnitts-
NPD-Wähler herrscht eine geheimnisvolle Wesensverwandtschaft

4. Das Schalke-Fan-Sein an sich, ist mindestens antiamerikanisch

5. Der deutsche Begriff: „Spielführer“ sagt ja wohl schon alles

6. „FC Hollywood“ = Westküste = Ostküste = Antisemitismus

7. Arm = Neid = sozial stigmatisiert = Ressentiment = Schalke = Jihad

8. Adorno wäre natürlich Bayern-Fan gewesen (wenn er sich für Fußball interessiert hätte)

9. Ivo Bozics ist … Schalke Fan!

10. Uli Hoeness Wurstfabrik ist der wahre Hort von Freiheit, Vernunft und Aufklärung in
Deutschland

Aber vielleicht ist Fußball ja auch insgesamt antisemitisch, weil er in den USA ja bekanntlich nicht sonderlich beliebt ist und israelische Clubs auf dem internationalen Parkett in der Regel nicht so gut abschneiden. Alex Feuerherdt, übernehmen sie!