Antideutsche, der FC Bayern und die fabelhafte Welt des Fußballs

Lysis weisst pünktlich zum Start der neuen Bundesliga-Saison auf ein interessantes Phänomen hin: Antideutsche und ihr eigenartiger Blick auf die Welt des Fußballs.

So gibt es unter den (anti)deutschen Schreiberlingen sogar einige selbsterklärte Spezialisten für das Spannungsfeld zwischen Politik, Fußball im allgemeinen und dem FCB im besonderen. Ohne mir den ganzen Quark wirklich zu gemüte geführt zu haben, traue ich es mir doch zu, einige steile Thesen zu formulieren, die Feuerherdt und co. sicher unterstreichen würden:

1. Kritik am FC Bayern ist strukturell antisemitisch

2. Ein „Arbeiterclub“ hat einen antisemitischen, völkischen Wesenskern

3. Zwischen dem gemeinen St. Pauli-Anhänger, den Toten Hosen und dem Durchschnitts-
NPD-Wähler herrscht eine geheimnisvolle Wesensverwandtschaft

4. Das Schalke-Fan-Sein an sich, ist mindestens antiamerikanisch

5. Der deutsche Begriff: „Spielführer“ sagt ja wohl schon alles

6. „FC Hollywood“ = Westküste = Ostküste = Antisemitismus

7. Arm = Neid = sozial stigmatisiert = Ressentiment = Schalke = Jihad

8. Adorno wäre natürlich Bayern-Fan gewesen (wenn er sich für Fußball interessiert hätte)

9. Ivo Bozics ist … Schalke Fan!

10. Uli Hoeness Wurstfabrik ist der wahre Hort von Freiheit, Vernunft und Aufklärung in
Deutschland

Aber vielleicht ist Fußball ja auch insgesamt antisemitisch, weil er in den USA ja bekanntlich nicht sonderlich beliebt ist und israelische Clubs auf dem internationalen Parkett in der Regel nicht so gut abschneiden. Alex Feuerherdt, übernehmen sie!


7 Antworten auf “Antideutsche, der FC Bayern und die fabelhafte Welt des Fußballs”


  1. 1 Juhuuuuu! 13. August 2007 um 14:36 Uhr

    endlich weiß ich wer „die antideutschen“ sind. axel feuerherdt! danke elser.

    übrigens wen du mal einen vortrag eines gsp-fans im vorhinein erzählen möchtest, kommst du noch kürzer davon…

  2. 2 garrincha 13. August 2007 um 14:56 Uhr

    Der Feuerherdt heisst übrigens Alex. Die naheliegende Assoziation verkneife ich mir mal … :-)

    Und was hat jetzt der GegenStandpunkt mit dem Thema zu tun, ausser dass ein Depp die Gelegenheit zur Feindbildpflege nicht ungenutzt verstreichen lassen wollte?

  3. 3 elser 13. August 2007 um 17:17 Uhr

    Wer ist jetzt hier der Depp Garrincha? Der Alex/Axel Feuerherdt oder ich. Wie dem auch sei, der GegenStandpunkt hat meiner Meinung nach immer mit allem zu tun. Der GegenStandpunkt kann nämlich die ganze Welt mit wenigen Worten erklären…

  4. 4 Alex Feuerherdt 13. August 2007 um 18:44 Uhr

    Ist ja super, dass ihr hier Werbung für mich macht. Wer will, kann sich den Vortrag zu den deutschen Ressentiments gegen den FC Bayern übrigens auch live anhören (und in der anschließenden Diskussion Thesen wie die von „Elser“ vertreten): am Sonntag, 2. September 2007, um 19.30 Uhr im Filmhaus Saarbrücken. Veranstalterin ist die Aktion 3. Welt Saar.

    Gruß
    Alex

  5. 5 garrincha 13. August 2007 um 19:44 Uhr

    @ elser

    Bei sorgfältiger Lektüre hätte dir auffallen müssen, dass natürlich der Kommentar über meinem gemeint war. Da du dich aber in deiner Antwort ebenso wie besagter Depp mal wieder als Feindbildpfleger betätigen zu müssen meinst, kannst du dich natürlich gern gleich mitangesprochen fühlen. :-)

  6. 6 urbanology 17. August 2007 um 14:02 Uhr

    kritik am fc bayern ist strukturell antisemitisch?

    öh ja ne klar, vielleicht solltest du mal das schwarz weiss denken aufgeben und das etwas einengen. das der vielfache hass auf die bayern sich oftmals aus antisemitischen abgründen speist ist klar, aber nicht jede kritik an bayern ist zwangsläufig dies, mach dich doch nicht lächerlich.

  7. 7 yahya 15. September 2007 um 19:37 Uhr

    das der vielfache hass auf die bayern sich oftmals aus antisemitischen abgründen speist ist klar,

    Bruhahaaa! Das ist nun wirklich nicht mehr zu toppen! Oder? Warten wir’s ab.

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