Schrecklicher Verdacht: Hitler war religiös!

Neues vom Hitler (10). Der Hitler ist auch immer noch für eine schnelle Mark gut. Deshalb gibt es ja auch jedes Jahr aufs neue Bücher, Fernsehfilme, Zeitschriften-Cover, Filme, Songs etc. über den alten Knaben. In der NZZ wir jetzt eine Neuerscheinung angepriesen:
Thomas Schirrmacher: Hitlers Kriegsreligion. Die Verankerung der Weltanschauung Hitlers in seiner religiösen Begrifflichkeit und seinem Gottesbild
Zu haben ist die zweibändige Ausgabe für schlappe Euro 99. Um was gehts dabei:

Hitler, ein frommer Mann? Da schaudert es manchen Gottesfürchtigen, doch genau das ist die These Thomas Schirrmachers, eines reformierten Theologen, der dem evangelikalen Christentum nahesteht. Er hat Tausende von Aussagen Hitlers zum Thema Religion dokumentiert und sieht deren Kern in einer sozialdarwinistischen Frömmigkeit, in der ein «Herrgott» oder die «Vorsehung» oder ein «Allmächtiger» den Starken helfe und die Schwachen untergehen lasse. Diese Deutung klingt banal, aber angesichts überdehnter religionshistorischer Theorien (wie etwa Eric Voegelins Interpretation des Nationalsozialismus als Gnosis) oder abstruser Vorstellungen (Hitler als Eingeweihter okkulter völkischer Zirkel) stellt der Autor unser Wissen über Hitlers Glauben auf eine solide Basis.

Das der Autor nicht der Einzige ist, der sich mit Hitlers Religion beschäftigt klingt in dem Artikel schon an. Einen kleinen Überblick über andere Deutungen findet ihr hier.
Die spannendsten Titel (die bei Amazon im Moment zu haben sind):

1. Hitler, Buddha, Krishna
2. Hitlers Gott
3. Herrn Hitlers Religion
4. Hitler Came for Niemoeller: The Nazi War Against Religion
5. Der Glaube des Adolf Hitler. Anatomie einer politischen Religiosität