Kreuzberger Spießer vs. „Araber Kids“

Stadtteilinitiativen haben gerade in Berlin-Kreuzberg eine große Tradition. Eigentlich eine fortschrittliche Sache sollte man meinen. Man denkt an Menschen die sich in ihrem Kiez gegen Spekulantentum, Kommerz und Verdrängung engagieren. Doch mit dem vermehrten Zuzug von rest-alternativen Akademiker-Spießern in angesagte Altbau-Quartiere in Kreuzberg werden inzwischen ganz andere „Übel“ angegangen. So offenbar auch im idyllischen Kreuzberger Graefe-Kiez:

Auch auf dem diesjährigen Graefe-Kiez-Fest schrieben die Besucher auf, welche Themen ihnen unter den Nägeln brennen. Die Themen dienen der Interessen-Gemeinschaft-Graefe-Kiez (IGG) als Ideen für ihre Arbeit:

- zu viel Müll und Hundekacke

- Pöbeleien durch arabische Kids (deutsche Nazis), Eltern vernachlässigen ihre Erziehungspflicht

- Aggressive Ausländerkinder, die offensichtlich nicht erzogen werden

- Es wird überall geklaut! Mehr Sicherheit!

Das „arabische Kids“ (übrigens ein Euphemismus für „Ausländerkinder“) bei den Spießern, die die Cafés, Weinstuben und Feinkostimbisse in ihrem Kiez bevölkern und dabei ach so tolerant und weltoffen sind, aber bei jedem Hundehaufen (Hunde = Unterschicht) einen Anfall kriegen, an Colonel Klink und co. denken müssen, wundert mich kein Stück.


1 Antwort auf “Kreuzberger Spießer vs. „Araber Kids“”


  1. 1 Hui 15. Februar 2008 um 19:17 Uhr

    Na, da hat aber jemand topaktuell recherchiert: „Themensammlung 2006″.

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