„Regionalwahl in Indien: Hitler oder Frankenstein?“

Neues vom Hitler (14). In Indien kandidiert ein Mann Namens Hitler für ein Regionalparlament:

„Ich bin kein Diktator“, versichert Hitler-Marak, der sich der schaurigen Vergangenheit seines Namens durchaus bewusst ist. „Meine Eltern wussten garantiert nichts mit dem Namen anzufangen, sie mochten einfach seinen Klang“, erklärt der kahlköpfige Mann mit dem Schnauzbart weiter, der es immerhin schon einmal bis zum Waldminister von Meghalaya gebracht hatte. [Zeit]

Kaum zu glauben, dass jemand nicht weiß wer der Hiler war und trotzdem sein Kind nach ihm benennt.


6 Antworten auf “„Regionalwahl in Indien: Hitler oder Frankenstein?“”


  1. 1 crull 27. Februar 2008 um 17:51 Uhr

    Was soll das denn die Inder interessieren? Da müsste man als z.B. südamerikanischer Antikommunist ja auch gleich die Bibel verbrennen, weil der Josef da doch recht gut bei wegkommt…
    Ach, und wirfst du Indern eigentlich den ununterbrochenen Gebrauch des „Hakenkreuzes“ vor?

  2. 2 elser 27. Februar 2008 um 18:14 Uhr

    @ crull

    Ernsthaft, ich werfe den Indern und den Eltern von Hitler-Marak gar nix vor. Aber mich wunderts trotzdem wie die auf den Namen gekommen sind. Wenn ich einem Kind einen Namen gebe und noch dazu einen so exotisch (zumindest wohl für indische Verhältnisse) dann will ich doch ungefähr wissen was der bedeutet.
    Darf man in der BRD sein Kind eigentlich „Hitler“ mit Vornamen nennen? Ich denke eher nicht, weil das Geschlecht nicht eindeutig zu bestimmen wäre.

  3. 3 crull 27. Februar 2008 um 18:56 Uhr

    Naja, diesen beiden Indern wird’s halt egal gewesen sein, vllt. weil der Hitler-Faschismus für sie bedeutngslos ist oder auch aus anderen Gründen, was weiß ich. Ist in meinen Augen auch nicht mehr als eine skurrile Randmeldung, ähnlich wie die Geschichte mit „Hitlers Zwergen“.

    In der BRD darf man sein Kind höchstwahrscheinlich nicht Hitler nennen, weil’s kein Vorname ist. Pepsicarola dagegen ging aber, glaube ich mich zu erinnern. Sollte man allerdings mit Nachnamen Hitler heißen, dürfte man den wohl problemlos auswechseln dürfen, ähnlich wie in dem Fall, man hieße „Kotzbrocken“ oder „Arschgeburt“.

  4. 4 elser 27. Februar 2008 um 19:14 Uhr

    Skurrile Randmeldung. Das triffts eigentlich ganz gut und ich dachte erst schon ich sei auf eine Sensation gestoßen :-)

  5. 5 crull 29. Februar 2008 um 12:04 Uhr

    Gut, dass du doch noch Einsicht zeigst! Ich befürchtete bereits eine neue linksdeutsche Bewegung, diesmal mit antiindischer Pogromhetzte!
    ;)

  6. 6 Entdinglichung 04. März 2008 um 18:03 Uhr

    Meghalaya ist in jedem Fall eine ungewöhnliche Gegend:teilweise matrilineare Gesellschaftsstrukturen gleichzeitig nominell 70% ChristInnen … der genannte Mensch steht zumindest unter Verdacht, mit der „bewaffneten Oppositionsgruppe“ Achik National Volunteer Council zusammenzuhängen

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