„Burger Krieg“ in Kreuzberg – Feldzug von Antisemiten?

Aus der Reihe: „So geht antideutsche Kritik“, Teil 1.

Der US-amerikanische Fast-Food-Riese Mc Donald’s will in Berlin-Kreuzberg erstmals ein „Restaurant“ eröffnen. Diese Ansinnen stößt auf erbitterten Widerstand in Teilen der Kreuzberger Bevölkerung. Die Lokalpresse spricht inzwischen schon vom drohenden „Burger-Krieg“ in K36.

Doch wie könnte es im streitbaren Kreuzberg anders sein: Auch die Kritiker des Fritten-Imperiums rufen ihrerseits Kritiker auf den Plan. Selbsterklärte „Antideutsche“ schütteln nur den Kopf auf Grund der „verkürzten Kapitalismuskritik“ die von Christian Ströbele und co. vorgebracht wird (auch wenn diese gar nicht den Anspruch erhebt eine zu sein). Ihr harscher Vorwurf an die Mac-Gegner folgt auf dem Fuß: Kritik am US-Burger-Gigant ist zwangsläufig antisemitisch!

Ich präsentiere hier vorab und exklusiv die 5 definitiven Gründe warum jegliche Kritik am Mac-Bau in Kreuzberg antisemitisch sein muss:

1. Mc Donalds’s ist ein amerikanisches Unternehmen. = Kritik an US-Amerikanern = Kritik an der Ostküste und das ist Antisemitismus!

2. In Kreuzberg wohnen viele Moslems. Viele in Kreuzberg kritisieren Mc Donalds’s. Viele die was kritisieren + Moslems das ist völkisch. Völkisch = Antisemitismus!

3. Mc Donald’s ist ein großes Unternehmen mit viel Geld. Viel Geld zu haben ist eine Eigenschaft, die Antisemiten den Juden zuschreiben. Kritik an Unternehmen mit viel Geld = Antisemitismus!

4. In Israel ist Mc Donald’s ziemlich beliebt. Mc Donald’s zu kritisieren hieße also auch Israel zu kritisieren. Kritik an Israel = Antisemitismus!

5. Wo gibts den bitteschön keinen mc Donald’s auf der Welt? Iran und Nordkorea!!! Woraus folgt: Kritik an Mc Donald’s ist zwangsläufig antisemitisch!


11 Antworten auf “„Burger Krieg“ in Kreuzberg – Feldzug von Antisemiten?”


  1. 1 sauerkraut 15. Mai 2007 um 17:28 Uhr

    mc donalds ist in israel eigentlich überhaupt nicht beliebt, im gegenteil. Mc donalds gilt im gegensatz zu burger king als nicht kosher. bei burgerking hingegen werden alle burger kosher gemacht.

  2. 2 unkultur 16. Mai 2007 um 12:09 Uhr

    5 Gründe warum dieser Blogeintrag nicht witzisch ist:

    1. kein Humor
    2. kein Witz
    3. keine Pointe
    4. sonstiges
    5. und überhaupt

  3. 3 elser 16. Mai 2007 um 13:28 Uhr

    @ unkultur

    Verständlich das Du eingeschnappt bist. Du hast sicher schon ganz eifrig an einem ähnlichen Beitrag gebastelt und bist jetzt sauer, weil ich schneller war… Mit dem Unterschied das Du so einen Quatsch tatsächlich ernst meinst…

  4. 4 nachdenklich 17. Mai 2007 um 13:49 Uhr

    mc donalds ist in israel eigentlich überhaupt nicht beliebt, im gegenteil. Mc donalds gilt im gegensatz zu burger king als nicht kosher. bei burgerking hingegen werden alle burger kosher gemacht.

    McDonalds bietet, im Gegensatz zu z.B. Burger King, überall das gleiche Warensortiment an und richtet sich nicht nach regionalen Gewohnheiten. Sich nicht nach regionalen Gewohnheiten archaischer Völker zu richten, ist kosmopolitisch. Kritik an kosmopolitischem Denken ist antisemitisch

    ;-)

  5. 5 elser 17. Mai 2007 um 14:22 Uhr

    @ nachdenklich
    Respekt nachdenklich! Du hast kapiert wohl lang der Hase läuft…

    Hat eigentlich schon jemand die neue „Jungle World“ aus Kreuzberg gelesen? Würde mich interessieren ob bzw. wie da der „Burger Krieg“ diskutiert wird…

  6. 6 ______________________________ 23. Mai 2007 um 15:36 Uhr

    http://jungle-world.com/seiten/2007/21/9990.php

    Ich werde es nicht hassen
    Gegen Berlin, für McDonald’s!

    „Gott hat diesen Ort sicher niemals betreten. Und noch der von Menschenhand geschaffene Fortschritt, insbesondere auch der kulinarische, musste in diese Stadt importiert werden: Die Bouletten brachten die Hugenotten mit, als sie aus Frankreich flüchteten, für die Erfindung der Currywurst mussten die Amerikaner einrücken, und den Döner komplett erfanden türkische Einwanderer. Wo aber bereits Boulette, Currywurst und Döner komplett einen Segen darstellten, muss es zuvor abscheulich zugegangen sein.“

    http://jungle-world.com/seiten/2007/21/9991.php

    Ich werde es nicht lieben
    Gegen McDonald’s, für die Brache!

    „Wer also nach einem guten politischen Grund gegen McDonald’s sucht, findet ihn weder in der Außenpolitik der USA noch in der Klimakatastrophe oder bei den Existenzsorgen der türkischen Mittelschicht. Die politisch angemessene Losung gegen das Drive-In kann nur lauten: Rettet die Brache! Wider das Vergessen!“

  7. 7 saltzundessick 03. Juni 2007 um 23:00 Uhr

    woher ist eigentlich die info, ‚die antideutschen‘ als solche wuerden kritik an mcdonalds in kreuzberg ‚antisemitisch‘ nennen?

  8. 8 elser 10. Juni 2007 um 16:10 Uhr

    @ salzundssick

    Ich kenn halt meine Pappenheimer bzw. in welchen (engen) Bahnen ihr so denkt und argumentiert …

  9. 9 G.BUSH 15. August 2007 um 10:50 Uhr

    AUA!!!!!

  1. 1 So geht “anti”deutsch // Lysis Pingback am 15. Mai 2007 um 11:54 Uhr
  2. 2 Burger Krieg II - Die Rache der Liberalen // elser Pingback am 10. Juni 2007 um 16:16 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.