Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Neukölln hör auf zu rocken und gib uns lecker Schawarma!

Neukölln rockt! Das wissen „Eingeweite“, also alle Studis die das Wort „Gentrification“ fehlerfrei schreiben können, nicht erst seit gestern. So hat auch inzwischen jede Berliner Lokalzeitung, Stadtmagazin, Umsonstzeitung etc. einen Artikel über den kommenden In-Bezirk Berlins geschrieben.
Die Sache auf den Punkt bringt allerdings viel eher die Einschätzung des reutekiez-blog-Schreibers Namens Philip:

ich finde, jetzt sind genügend kneipen und galerien da. ihr könnt jetzt aufhören, neue aufzumachen.
innerhalb eines jahres sind in laufreichweite von fünf minuten genug nette orte entstanden, an denen ich ein bier trinken kann.
so viel bier ist doch auch gar nicht gesund.
also: danke für alles, aber es reicht jetzt aus. (die leute in der weserstraße 208 dürfen noch fertig machen.) ab sofort eröffnen bitte nur noch gute schawarma-buden und spätkäufe. [reuterkiez-blog]

Auf demselben blog findet sich übrigens ein interessanter Kommentar von einem gutherzigen Investor. Der Mann ist dann wohl keine Heuschrecke, sondern ein Marienkäfer, oder?

“ Leser sollte sich mit „hitler“ bei der GEZ anmelden“

Neues vom Hitler (16). Einen echten Skandal hat ein „Bild-Leser -Reporter“ aufgedeckt:

Was für eine böse Überraschung auf der Internet-Seite der GEZ!
Ein Leser-Reporter wollte sich bei der Gebühreneinzugszentrale anmelden. Dafür sollte er – wie jeder Nutzer – ein vorgegebenes Kennwort eintippen.
Das System der GEZ gab dem Leser-Reporter doch tatsächlich „hitler“ vor. Diesen Namen sollte der User in das Internet-Formular eintippen!
Der Leser-Reporter: „Ich habe das Fenster sofort weggeklickt. So etwas darf doch nicht passieren!“
Was war da los? BILD fragte bei der GEZ nach!
Ein Sprecher teilt mit: „Der Vorfall ist sehr bedauerlich, aber auf die sogenannten Captures haben wir leider keinen Einfluß. Das macht ein Zufallsgenerator. Zum Glück stand noch ein ‚w‘ vor der hitler-Buchstabenkette.“ [Bild]

Aber Hallo „zum Glück“! Was da alles hätte passieren können, nicht auszudenken…

Deutscher Fußballprofi feiert im Hitler-Kostüm

Neues vom Hitler (15). Aufregung um den Hitler jetzt auch in Australien:

Andre Gumprecht, dessen sportlichen Meriten sich in Deutschland auf 27 Zweitligaspiele für Wattenscheid 09 beschränken, war als Adolf Hitler verkleidet zu den Feierlichkeiten erschienen. Neben dem signifikanten Oberlippenbärtchen hatte sich der 33-Jährige mit einer braunen Uniform und schwarzen Reitstiefeln ausstaffiert. Ungeniertposierte er so für die Fotografen. Ein Eklat, der prompt die Medien erregte. Zumal die Mariners mit Miron Bleiberg einen jüdischen Sportdirektor haben. [Die Welt (Erwachsenenausgabe)]

Das Fußballprofis im allgemeinen nicht die hellsten Leuchten sind, ist eines dieser Klichees die man gerne glaubt. Aber in so ein Fettnäpfchen zu treten hätte ich nicht mal dem Lothar zugetraut.
Der Kommentar des Spielers zu dem Vorfall gegenüber der „Welt“:

„Ich bin am Boden zerstört, es tut mir leid. Wir sollten als Verkleidung etwas wählen, mit dem man verbunden werden kann. Als Deutscher im Ausland wird man oft als Nazi oder Hitler bezeichnet, weil es das einzige ist, was die Leute über das Land wissen. Deshalb habe ich diesen schlimmen Fehler gemacht.“ Gerade als Ostdeutscher habe er in der Schule viel über die Naziherrschaft gelernt, erklärte Gumprecht.

„Regionalwahl in Indien: Hitler oder Frankenstein?“

Neues vom Hitler (14). In Indien kandidiert ein Mann Namens Hitler für ein Regionalparlament:

„Ich bin kein Diktator“, versichert Hitler-Marak, der sich der schaurigen Vergangenheit seines Namens durchaus bewusst ist. „Meine Eltern wussten garantiert nichts mit dem Namen anzufangen, sie mochten einfach seinen Klang“, erklärt der kahlköpfige Mann mit dem Schnauzbart weiter, der es immerhin schon einmal bis zum Waldminister von Meghalaya gebracht hatte. [Zeit]

Kaum zu glauben, dass jemand nicht weiß wer der Hiler war und trotzdem sein Kind nach ihm benennt.

Geht denn das? Erst „Junge Welt“, dann „Jungle World“, dann „Frankfurter Allgmeine Sonntagszeitung“?

Von der bürgerlichen Presse gelobt und auch noch stolz darauf?! Aber wer wundert sich noch über die Autoren der bellizistischen „Jungle-World“? Ein Musterbeispiel: der ehemaligen stellvertretenden „Junge Welt“ Chefredakteur und jetzigen „Jungle World“ Sport-Schreiberling Martin Krauß. „Die F.A.Z. lese ich doch gerne“ lässt er sich zitieren. Krauß Lebenslauf auf seiner Internet-Seite ließt sich dann auch wie ein Bewerbungsschreiben für eben jene „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

Im Jahr 2003 wurde ich CvD der Wochenzeitung „Jungle World“, was ich bis 2004 blieb. Unter anderem war ich verantwortlich für die im Juni 2004 erschienene Israel-Sonderausgabe (Nr. 27/04), bei deren Würdigung die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ auch mich erwähnte: „Mit seinem – wenn auch ungebügelten – Hemd und der Bundfaltenhose strahlt Chef vom Dienst Martin Krauß eine ganz und gar unlinke Seriosität aus.“

Was könnte Krauß noch so alles in seien Bewerbung für die FAZ am Sonntag schreiben? Ex-Linker mit starken Absetzungstendenzen, besondere Spezialgebiete: Israel, Sport und nochmals Israel. Genau der Richtige Mann um für ein bürgerliches Blatt über Sport aus Israel zu berichten. Frank Schirrmacher übernehmen sie!