Archiv der Kategorie 'Antifaschismus'

Venezuela: Rechte Studis machen mobil gegen die Staats-Antifa

Abgeschrieben vom (sehr empfehlenswerten) newsletter des Berliner Journalisten Dario Azzellini:

Die Situation in Caracas und Venezuela ist ein wenig angespannt.
Allerdings bei weitem nicht so sehr wie die Medien es uns glauben lassen
wollen. Die Strategie der Opposition ist die eigenen, ziemlich
abgewirtschafteten Parteienvertreter nicht in den Vordergrund zu stellen
und die Studierenden vorzuschicken. So sind es nun „Studierende“, die
gegen die Verfassungsreform protestieren.
Bewaffnete Gewalt ist bei diesen oppositionellen Studierenden, von denen
viele Mitglieder unterschiedlicher rechter und rechtsextremer Parteien
bzw. deren Studi- oder Jugendorganisationen sind, üblich, nicht nur
gegen die erstaunlich zurückhaltende Polizei (die auf Demonstrationen
ohnehin keine Waffen benutzen darf) oder die Linke, sondern auch
untereinander.
Am 2.11. schoss eine studentische Oppositionsgruppe in
der Zulia-Universität in Maracaibo auf eine andere Oppositionsgruppe und
verursachte eine Tote und elf Verletzte. In internationalen Medien wurde
der Vorfall als Konflikt zwischen Chavistas und Opposition dargestellt.
Dennoch sind diese rechten Studenten relativ wenige, doch sie bekommen
ein enormes Medienecho – im In- und Ausland. In Venezuela gibt es mehr
als eine Million Studierende, allein in Caracas an die 500.000. An den
landesweiten Demonstrationen nehmen dennoch nur etwa 10.000 teil.

Antifa-Recherche-Team-Caracas: Dem Bösen weiter auf der Spur

Wie die Junge Welt berichtet ist Venezuelas Präsident Hugo Chavez weiter dem Bösen auf der Spur:

Zwei Tage nach dem Eklat auf dem Treffen lateinamerikanischer Staaten, Spaniens und Portugals in der chilenischen Hauptstadt Santiago verlangt der venezolanische Staatschef nun Aufklärung über die Rolle Madrids beim Putschversuch in Venezuela im April 2002. Am Ende des ohnehin konfliktreichen Gipfels war es zwischen Chávez und dem Monarch zu einem verbalen Schlagabtausch gekommen, nachdem Venezuelas Präsident den rechtskonservativen Exministerpräsidenten Spaniens, José Maria Aznar, mehrfach als »Faschisten« und »Putschisten« bezeichnet hatte. Das Aznar-Regime hatte die zivil-militärische Junta umgehend anerkannt, die Chávez 2002 kurzzeitig aus der Regierung gedrängt hatte.

Nach dem Disput sei ihm bewußt geworden, so Chávez, daß der König selbst eine führende Rolle in der spanischen Außenpolitik spiele. »Könnte es sein, daß nicht nur Aznar, sondern der König selbst vom Putsch wußte?« so Chávez‘ eher rhetorische Frage an Journalisten. Dann wandte er sich mit ungewöhnlicher Anrede direkt an den Bourbonenherrscher: »Señor König, antworten Sie, waren Sie in die Putschpläne eingeweiht?« Es sei schwer vorstellbar, so Chávez weiter, daß der Botschafter Madrids die Putschisten unterstützt habe, ohne daß »seine Majestät« ihn dazu autorisiert habe. Eine Antwort des herrschaftlichen Hauses auf die Anklage aus dem ehemaligen Vizekönigreich bleib bislang aus.

Hugo Chavez in antifaschistischer Aktion

Das es selbsternannte Demokraten es nicht gerne hören wenn man sie als Faschisten bezeichnet hat unlängst eine Intervention von Venezuelas Präsident Hugo Chavez deutlich gemacht. Dafür bekam er dann Ärger mit dem spanischen König Juan Carlos, was die bürgerliche Presse in Deutschland mit Freude zur Kenntnis nam.

Vorausgegangen war eine Rede von Chavez, in der er den früheren spanischen Ministerpräsidenten Jose Maria Aznar wiederholt als „Faschisten“ bezeichnete. Der konservative Aznar war ein enger Verbündeter von US-Präsident George W. Bush und unterstützte dessen Krieg im Irak.
„Er ist ein Faschist“, sagte Chavez in seiner Rede vor den Staatschefs aus Lateinamerika, Spanien und Portugal. „Faschisten sind nicht menschlich. Eine Schlange ist menschlicher.“ [Süddeutsche Zeitung]

Was ist eigentlich dran am Faschismus-Vorwurf? Wikipedia klärt auf:

Vor seiner politischen Karriere arbeitete Aznar nach seinem Jurastudium als Steuerinspektor. Allerdings war er politisch schon in den 1970er Jahren federführend in einer an die Tradition der ursprünglichen faschistischen Organisation Falange Española der 1930er Jahre anknüpfenden Studentenorganisation (FES) aktiv und hielt in dieser Funktion u. a. Reden, in denen er sich klar gegen den Wandel zur Demokratie aussprach.

Thälmann und der proletarische Antifaschismus – „Sollten wir es nicht ehrlich meinen?“

Nachdem anderswo bereits auf die kultigen Thälmann Filme hingewiesen wurde, möchte ich besonders die lebenslange unversöhnliche antifaschistische Grundüberzeugung „Teddys“ hervorgehoben wissen. Auch heute noch lohnt es sich, einen Blick auf seine lebensnahen Analysen zu werfen.

Neues vom Hitler (4): Tom Cruise will Hitler in die Luft jagen

Hitlerattentäter? Da fällt den meisten Leuten leider immer nur der deutsch-nationale Krieger Graf von Stauffenberg ein. So offensichtlich auch Hollywood-Star Tom Cruise:

Letzte Woche horchte Hollywood auf, als das Studio United Artists den historischen Anschlag auf Adolf Hitler als zweiten Filmstoff unter seinem Dach verbuchte.
Jetzt ist Tom Cruise, einer der Entscheider bei United Artists, sogar so begeistert von Bryan Singers Projekt, dass er höchstselbst einen wichtigen Part übernehmen will.
Der Film handelt vom historischen Anschlag am 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler. Der versuchte Staatsstreich galt als eine der vielversprechendsten Bemühungen des Widerstands der Deutschen gegen den Regimeführer. Voraussetzung für einen Machtwechsel wäre ein erfolgreicher Anschlag auf Hitler gewesen: Doch die Bombe, die Claus Schenk Graf von Stauffenberg im Führerhauptquartier Wolfsschanze platzierte, tötete den Diktator nicht. „Operation Walküre“ war gescheitert, und über 200 Menschen, denen man eine Beteiligung an der Aktion unterstellte, wurden hingerichtet.

[Kino.de]

Mein Held ist ja bekanntlich ein anderer. Aber dessen Wirken wurde ja auch schon verfilmt.
Hätte man damals auch mehr draus machen können finde ich.