Archiv der Kategorie 'Venezuela'

Hugo Chavez wird persönlich

Emotional und persönlich sollte man in politischen Diskussionen nie werden. Es kommt ja schließlich auf die Macht der Argumente an, oder? Trotz alledem finde ich Chavez Monolog schrecklich lustig…

Neulich in der Jungle World (1): Die Öl-Bande

Heute in der Jungle World (1) … oder hab ichs doch woanders gelesen?

Die Öl-Bande
Ahmadinedschad und Chavéz gratulieren sich zu den hohen Ölpreisen
[…]
Beim Opec-Treffen in Riad (Saudi Arabien) gab’s schrille Warnungen. „Wenn die USA so verrückt wären, Iran anzugreifen oder erneut Venezuela zu attackieren, könnte der Preis für ein Barrel nicht 100, sondern 200 Dollar erreichen“, tönte Hugo Chávez. Venezuelas linkspopulistischer Diktator prophezeite zudem das Ende des Dollars: „Natürlich wird durch den Zusammenbruch des Dollar-Reichs auch Amerikas Reich zusammenbrechen.“ Irans Mullah-Vorbeter Mahmud Ahmadinedschad schlug in die gleiche Kerbe: „Sie kriegen unser Öl und geben uns dafür ein wertloses Stück Papier.“

Venezuela: Rechte Studis machen mobil gegen die Staats-Antifa

Abgeschrieben vom (sehr empfehlenswerten) newsletter des Berliner Journalisten Dario Azzellini:

Die Situation in Caracas und Venezuela ist ein wenig angespannt.
Allerdings bei weitem nicht so sehr wie die Medien es uns glauben lassen
wollen. Die Strategie der Opposition ist die eigenen, ziemlich
abgewirtschafteten Parteienvertreter nicht in den Vordergrund zu stellen
und die Studierenden vorzuschicken. So sind es nun „Studierende“, die
gegen die Verfassungsreform protestieren.
Bewaffnete Gewalt ist bei diesen oppositionellen Studierenden, von denen
viele Mitglieder unterschiedlicher rechter und rechtsextremer Parteien
bzw. deren Studi- oder Jugendorganisationen sind, üblich, nicht nur
gegen die erstaunlich zurückhaltende Polizei (die auf Demonstrationen
ohnehin keine Waffen benutzen darf) oder die Linke, sondern auch
untereinander.
Am 2.11. schoss eine studentische Oppositionsgruppe in
der Zulia-Universität in Maracaibo auf eine andere Oppositionsgruppe und
verursachte eine Tote und elf Verletzte. In internationalen Medien wurde
der Vorfall als Konflikt zwischen Chavistas und Opposition dargestellt.
Dennoch sind diese rechten Studenten relativ wenige, doch sie bekommen
ein enormes Medienecho – im In- und Ausland. In Venezuela gibt es mehr
als eine Million Studierende, allein in Caracas an die 500.000. An den
landesweiten Demonstrationen nehmen dennoch nur etwa 10.000 teil.

Antifa-Recherche-Team-Caracas: Dem Bösen weiter auf der Spur

Wie die Junge Welt berichtet ist Venezuelas Präsident Hugo Chavez weiter dem Bösen auf der Spur:

Zwei Tage nach dem Eklat auf dem Treffen lateinamerikanischer Staaten, Spaniens und Portugals in der chilenischen Hauptstadt Santiago verlangt der venezolanische Staatschef nun Aufklärung über die Rolle Madrids beim Putschversuch in Venezuela im April 2002. Am Ende des ohnehin konfliktreichen Gipfels war es zwischen Chávez und dem Monarch zu einem verbalen Schlagabtausch gekommen, nachdem Venezuelas Präsident den rechtskonservativen Exministerpräsidenten Spaniens, José Maria Aznar, mehrfach als »Faschisten« und »Putschisten« bezeichnet hatte. Das Aznar-Regime hatte die zivil-militärische Junta umgehend anerkannt, die Chávez 2002 kurzzeitig aus der Regierung gedrängt hatte.

Nach dem Disput sei ihm bewußt geworden, so Chávez, daß der König selbst eine führende Rolle in der spanischen Außenpolitik spiele. »Könnte es sein, daß nicht nur Aznar, sondern der König selbst vom Putsch wußte?« so Chávez‘ eher rhetorische Frage an Journalisten. Dann wandte er sich mit ungewöhnlicher Anrede direkt an den Bourbonenherrscher: »Señor König, antworten Sie, waren Sie in die Putschpläne eingeweiht?« Es sei schwer vorstellbar, so Chávez weiter, daß der Botschafter Madrids die Putschisten unterstützt habe, ohne daß »seine Majestät« ihn dazu autorisiert habe. Eine Antwort des herrschaftlichen Hauses auf die Anklage aus dem ehemaligen Vizekönigreich bleib bislang aus.

Hugo Chavez in antifaschistischer Aktion

Das es selbsternannte Demokraten es nicht gerne hören wenn man sie als Faschisten bezeichnet hat unlängst eine Intervention von Venezuelas Präsident Hugo Chavez deutlich gemacht. Dafür bekam er dann Ärger mit dem spanischen König Juan Carlos, was die bürgerliche Presse in Deutschland mit Freude zur Kenntnis nam.

Vorausgegangen war eine Rede von Chavez, in der er den früheren spanischen Ministerpräsidenten Jose Maria Aznar wiederholt als „Faschisten“ bezeichnete. Der konservative Aznar war ein enger Verbündeter von US-Präsident George W. Bush und unterstützte dessen Krieg im Irak.
„Er ist ein Faschist“, sagte Chavez in seiner Rede vor den Staatschefs aus Lateinamerika, Spanien und Portugal. „Faschisten sind nicht menschlich. Eine Schlange ist menschlicher.“ [Süddeutsche Zeitung]

Was ist eigentlich dran am Faschismus-Vorwurf? Wikipedia klärt auf:

Vor seiner politischen Karriere arbeitete Aznar nach seinem Jurastudium als Steuerinspektor. Allerdings war er politisch schon in den 1970er Jahren federführend in einer an die Tradition der ursprünglichen faschistischen Organisation Falange Española der 1930er Jahre anknüpfenden Studentenorganisation (FES) aktiv und hielt in dieser Funktion u. a. Reden, in denen er sich klar gegen den Wandel zur Demokratie aussprach.